"Freude und Frohsinn" - Landshuter Hofmusiktage 2018

Die Landshuter Hofmusiktage (Europäisches Festival Alter Musik) stehen im Jahr 2018 unter dem Thema "Freude uind Frohsinn - musikalische Gegenwelten aus Mittelalter, Renaissance und Barock".

Im Konzertsaal Heilig-Kreuz-Kirche (ehem. Heilig Kreuzkirche und Aula des Hans-Carossa-Gymnasiums) finden folgende Konzerte statt:

Samstag, 5. Mai 2018, 19 Uhr

"Süden"

Marco Beasley (Gesang), Fabio Accurso (Laute), Stefano Rocco (Erzlaute, Barockgitarre), Leonardo Massa (Colascione), Vito de Lorenzi (Tambourine), Lieselotte Volckaert (Tanz)

Donnerstag, 10. Mai 2018, 19 Uhr

"Lärmende Lustbarkeiten"

Dorothee Oberlinger (Blockflöten), Dmitry Sinkovsky (Violine und Countertenor), Marco Testori (Barockcello), Florian Birsak (Cembalo)

 

Näheres zu den Konzerten unter "Veranstaltungen". Bitte, dort anklicken!

Mitgliederversammlung am 11.4.2018 Info

Die Jahresmitgliederversammlung wurde entsprechend der Tagesordnung durchgeführt. Der Vorstandschaft wurde einstimmig Entlastung erteilt. Auch der Jahresabschluss 2017 und der Haushaltsentwurf für 2018 wurden einstimmig angenommen.

Die Mitgliederversammlung hat die Vorstandschaft beauftragt, bei der Stadt Landshut darauf hinzuwirken, dass die Maßnahmen zur Beseitigung der Mauerfeuchtigkeit und der Putzschäden möglichst noch im Frühjahr 2018 begonnen werden und die Defekte an der Regelung der Heizung behoben werden, weil sonst Schäden für Fresken, Stuckaturen und Raumschale entstehen können. Gemeinsam mit der Leitung des Hans-Carossa-Gymnasiums wurden entsprechende Schreiben an das zuständige Referat der Stadt Landshut gerichtet.

Bitte, beachten Sie die Hinweise auf zwei Konzerte der Hofmusiktage für alte Musik, die in der Heilig Kreuzkirche stattfinden. Sie werden in Kürze unter Menüpunkt "Veranstaltungen" eingestellt.

 

Hans Carossa und seine Leser im Freundeskreis Weiße Rose

"... nach innerer Freiheit und Selbstbestimmung trachten ..." - Eine Erinnerung an Hans Carossa und seine Leser im Freundeskreis Weiße Rose.

Das Programm und die Redebeiträge unserer literarisch-musikalischen Gedenkveranstaltung vom 22. Februar 2017 finden Sie unter Menüpunkt "Förderverein/Publikationen".

Bitte, dort anklicken!

Unter "Aktuelles"  sind die Carossagedichte eingestellt, die Sophie Scholl besonders geschätzt hat und die in unserer Gedenkstunde vorgelesen wurden.

Sophie Scholls Carossagedichte

Sophie Scholl : "Gedichte" oder "was einen direkt selbst betrifft"

Sofie Scholl

Bei unserem literarisch-musikalischen Gedenken "Hans Carossa und seine Leser im Freundeskreis Weiße Rose" wurden Carossagedichte vorgetragen, die Sophie Scholl besonders schätzte.

Wir haben diese Gedichte hier eingestellt.

Unzugänglich schien der Gipfel;
Nun begehn wir ihn so leicht.
Fern verdämmern erste Wege,
Neue Himmel sind erreicht.

Urgebirg und offne Länder
Schweben weit, in Eins verspielt.
Städte, die wir nachts durchzogen,
Sind ein einfach-lichtes Bild.

Helle Wolke streift herüber;
Uns umweht ihr Schattenlauf.
Große blaue Falter schlagen
Sich wie Bücher vor uns auf.

Erstveröffentlichung 1917


Finsternisse fallen dichter
Auf Gebirge, Stadt und Tal.
Doch schon flimmern kleine Lichter
Tief aus Fenstern ohne Zahl.

Immer klarer, immer milder,
Längs des Stroms gebognem Lauf,
Blinken irdische Sternenbilder
Nun zu himmlischen hinauf.

Entstanden 1907

An eine Katze

Katze, stolze Gefangene,
Lange kamst du nicht mehr.
Nun, über dämmerverhangene
Tische zögerst du her,

Feierabendbote,
Feindlich dem emsigen Stift,
Legst mir die Vorderpfote
Leicht auf begonnene Schrift,

Mahnst mich zu neuem Besinnen,
Du so gelassen und schön!
Leise schon hör ich dich spinnen
Heimliches Orgelgetön.

Lautlos geht eine Türe.
Alles wird ungewohnt.
Wenn ich die Stirn dir berühre,
fühl ich auf einmal den Mond.

Woran denkst du nun? An dein Heute?
Was du verfehlt und erreicht?
An dein Spiel? Deine Jagd? Deine Beute?
Oder träumst du vielleicht,

Frei von versuchenden Schemen,
Grausamer Gegenwart,
Milde teilzunehmen
An der menschlichen Art.

Selig in großem Verzichte
Welten entgegen zu gehn,
Wandelnd in einem Lichte,
Das wir beide nicht sehn?

Entstanden 1928

Ein Stern singt

Schleift nur Gläser, schmiedet Röhren,
Meine Wandlung zu belauern!
Könnt ihr meinen Sang nicht hören,
Bleibt euch nur ein erdhaft Schauern.

Während ich die Wesen ordne,
Stockt mein Puls! Ich muß beginnen,
Alles tief aus mir Gewordne
Still in mich zurückzuspinnen.

Schon zu neuen Klangfiguren
Lagern sich die Grund-Atome;
Meine dumpfsten Kreaturen
Bauen mit am heiligen Dome.

Endlich, ganz und gar durchsichtig,
Liebende kristallne Rose,
Nur noch meiner Seele pflichtig,
Schwing ich mich ums Zeitenlose.

Keiner wird mich künftig sehen,
Der mich nicht wahrhaftig bräuchte.
Vielen muß ich untergehen,
Daß ich wenigen stärker leuchte.

Entstanden 1923/24

Der Kranke

Ich liege still im stillen Haus.
Ich bin vergraben im Winterwald.
Vor meinem Fenster im Nebelbaum
Grüßt ein Rabe jeden Morgen.

Dies ist nicht mein einziger Freund.
Es wird manchmal dunkel am Tage,
Dann kommen die lieben Schneefinken
Vom Berg heruntergeflattert.

Das sind die grauen Vögel,
Die den Sturm verkünden.
Sie flüchten sich an mein Fenster,
Wenn oben der Tod sie bedroht.

Es dämmert, nun kommt meine Schwester.
Sie singt und entzündet die Lampe.
Sie hat eine sanfte Stimme,
Doch ich, ich fürchte sie heimlich.

Meine Schwester hat einen Schneefinken
Ins Zimmer gelockt und erdrosselt.
Sie schmückt mich mit seinem Gefieder.
Oft weckt mich sein Angstruf bei Nacht.

Am Abend setzt sich ein Fremder
Zu mir und behorcht meine Brust.
Meine Schwester umflüstert ihn leise,
Er zuckt mit den Schultern und schweigt.

Die Nächte sind manchmal sehr bang.
Es gehen die Türen von selber,
Dann kommen die Frauen herein,
Die mir das Fieber bringen.

Sie scheinen zu lächeln fern.
Doch wenn sie näher schleichen,
Dann sehen sie ganz wie die Toten aus.
Ihre Augen sind ohne Blick.

Mein Atem wird immer kürzer,
Wenn die weißen Hände mich suchen.
Ich sehne mich nach der Frühe,
Nach dem schönen, lebendigen Raben.

Veröffentlicht 1908

Der alte Brunnen

Lösch aus dein Licht und schlaf! Das immer wache
Geplätscher nur vom alten Brunnen tönt.
Wer aber Gast war unter meinem Dache,
Hat sich stets bald an diesen Ton gewöhnt.

Zwar kann es einmal sein, wenn du schon mitten
Im Traume bist, daß Unruh geht ums Haus,
Der Kies beim Brunnen knirscht von harten Tritten,
Das helle Plätschern setzt auf einmal aus,

Und du erwachst, - dann mußt du nicht erschrecken!
Die Sterne stehn vollzählig überm Land,
Und nur ein Wandrer trat ans Marmorbecken,
Der schöpft vom Brunnen mit der hohlen Hand.

Er geht gleich weiter, und es rauscht wie immer.
O freue dich, du bleibst nicht einsam hier.
Viel Wandrer gehen fern im Sternenschimmer,
Und mancher noch ist auf dem Weg zu dir.

1924
Hugo von Hofmannsthal zum 50. Geburtstag

Erinnern und Erhalten - Die Heilig Kreuzkirche in Landshut

erinnern und erhalten titel

 

 

 

Erinnern und Erhalten - Die Heilig Kreuzkirche in Landshut

ist für 10 € erhältlich im Sekretariat des Hans-Carossa-Gymnasiums (Freyung 630 a), beim Verkehrsverein (Rathaus I, Altstadt) und in den Buchhandlungen Hugendubel und Pustet (Altstadt) und Nikola (Nikolastraße).
Interessenten können sich auch an den Förderverein unter 0871 41938 wenden.

 




asam engelskonzert


Auschnitt aus dem "Engelskonzert" (Georg Asam)

Die reich bebilderte Publikation enthält neben einer kurzen Chronik und einem Porträt unseres Fördervereins vier Aufsätze: Max Tewes, Der Neubau des Franziskanerinnen Klosters Heilig Kreuz in Landshut 1698 bis 1700 / Friedrich Bruckner, Zwischen Aufhebung und Anpassung - Die Heilig Kreuzkirche im 19. Jahrhundert oder Was ist zweckmäßig? / Hans Fischer, Georg Asam - der Maler der Fresken in der Heilig Kreuzkirche Landshut / Günther Knesch, Die Bau- und Restaurierungsarbeiten.

  • 1
  • 2

FRE HCG Logo 250